Berufsunfähigkeitsversicherung

Was passiert, wenn Du deine Berufsunfähigkeitsversicherung pausierst?

Es kann durchaus mal vorkommen, dass Du deine Beiträge für Versicherungen nicht zahlen kannst. Das kann z.B. durch Arbeitslosigkeit oder auch Schwangerschaft sein.

Wie sieht das aber mit deinem Versicherungsschutz aus? Bleibt dieser unverändert?

Wir durchleuchten für euch das Thema und gehen der Sache auf die Spur.

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist meistens (idealerweise, je nach Berufsgruppe) bis zum 67 Lebensjahr abgeschlossen. Bei einem 25 Jährigen Bauingenieur, sind das immerhin 42 Jahre Laufzeit. Also doch ein ganzes Stück.

Da kann es auch durchaus mal passieren, das unverhofftes eintrifft und die Beiträge für eine gewisse Zeit pausiert werden müssen, aber was bedeutet das für deinen Versicherungsschutz in der Berufsunfähigkeitsversicherung?

Eins steht fest, eine BU-Versicherung sollte man im Normalfall erstmal nicht kündigen. Das hat verschiedene Gründe:

- Eintrittsalter

- Gesundheitszustand

- Günstigere Prämien

Desto älter Du wirst, umso teurer wird der Schutz.

Man sollte also genau einschätzen, ob sich eine Kündigung lohnt.

Man kann aber wenn man in Zahlungsschwierigkeiten steckt, den Vertrag Beitragsfrei stellen. In der Zeit werden kann keine Beiträge mehr bezahlt, aber dadurch ist die Berufsunfähigkeitsrente auch stark reduziert. Bei manchen Versicherungsgesellschaften erlischt der Versicherungsschutz, wenn bis dahin nicht genug eingezahlt wurde. (Mindestbetrag)

Auszug aus einem Bedingungswerk eines deutschen Versicherers:

''Haben Sie vollständige Befreiung der Zahlungspflicht verlangt und erreicht die zu berechnende beitragsfreie Berufsunfähigkeitsrente den Mindestbetrag von 2400€ nicht, erhalten Sie den Auszahlungsbetrag und der Vertrag endet''

Du solltest darauf achten, wie das in den Versicherungsbedingungen von der jeweiligen Versicherungsgesellschaft geregelt ist, falls du den Vertrag wieder neu aufnehmen möchtest.

Einige Versicherungsgesellschaften bieten zinslose Stundungen von 24 bis zu 36 Monate an, die Beiträge müssen dann aber später wieder nachgezahlt werden. Der Versicherungsschutz ist für diese Zeit aktiv.

Als Beispiel wie sowas geregelt sein könnte:

''Sie können verlangen, dass die Beiträge insgesamt maximal 24 Monate - bei Inanspruchnahme der Elternzeit bis zu 36 Monate - gestundet werden, wenn seit Beginn der Versicherung mindestens 3 Jahre vergangen sind. Hierfür fallen Stundungszinsen an (..). Die Garantierten Leistungen bleiben unverändert.''

Nach Vereinbarung können Sie die nicht gezahlten Beiträge und Stundungszinsen in einem Betrag oder innerhalb eines Zeitraums von 24 Monaten in halbjährlichen, vierteljährlichen oder monatlichen Raten nachzahlen. (...) Eine erneute Gesundheitsprüfung ist nicht erforderlich''

Alternativ kannst Du eine vollständige Beitragsfreistellung veranlassen:

aber Achtung, du zahlst zwar keine Beiträge mehr in die Versicherung ein, deine Berufsunfähigkeitsrente die du beim Vertragsabschluss vereinbart hast, ist dann wiederum stark gekürzt oder in den ersten Jahren nicht vorhanden. So würdest du, wenn Du berufsunfähig werden würdest, keine Leistungen aus der BU erhalten. Eine Beitragsfreistellung ist auch auf einen zeitlichen Rahmen begrenzt(!)

Nochmals ein Auszug aus einem Bedingungswerk:

''Die beitragsfrei gestellte Versicherungen Sie ohne erneute Gesundheitsprüfung wieder in Kraft setzen, wenn seit dem Zeitpunkt der Beitragsfreistellung noch keine 6 Monate vergangen sind und der Versicherungsfall noch nicht eingetreten ist. Nach Ablauf der 6 Monate ist eine erneute Gesundheitsprüfung erforderlich.''

Das ist brandgefährlich!

Das musst Du bei deinem Vertrag unbedingt im Auge behalten. Sollte sich bei Dir in der Zeit gesundheitlich was verschlechtert oder geändert haben, musst Du die ganze Berufsunfähigkeitsversicherung neu aufrollen und dann ist die Frage, wie deine Versicherbarkeit ist.

Neue Prüfung bedeutet eben neues Risiko, Zuschläge, Ausschlüsse etc.

Als Alternative kannst Du deine Berufsunfähigkeitsrente herabsetzen. Beispielsweise von 1000€ monatlich auf 500€, umso weniger zu bezahlen.

Du solltest unbedingt darauf achten, wie eine Beitragsfreistellung oder Stundung im Bedingungswerk des jeweiligen Versicherers geklärt ist. Bei einigen Versicherungsgesellschaften hast Du die ersten Jahre bei vollständiger Beitragspause keine Berufsunfähigkeitsrente zu erwarten.

Nichtsdestotrotz ist in wirklich kritischen Fällen eine Beitragsfreistellung sinnvoller als eine Kündigung. Bevor Du aber voreilig entscheidest, musst Du die Vor-und Nachteile unbedingt genau abwägen und klären, was für Dich der richtige Weg ist.

Wir nehmen Teil: Initiative

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