Unterschied Arbeitsunfähig und Berufsunfähig

Unterschied: Arbeitsunfähigkeit und Berufsunfähigkeit

Die Verwirrung ist groß. Was bedeutet den jetzt Arbeitsunfähigkeit? Was ist Berufsunfähigkeit? Und worin unterscheiden sich beide. Das erfährst du bei uns im Blog.

Arbeitsunfähigkeit

Arbeitsunfähigkeit bedeutet allgemein, dass eine Person aufgrund einer körperlichen, psychischen Erkrankung oder Beeinträchtigung nicht in der Lage ist, seine bisherige Tätigkeit weiterzuführen.

Wenn du krank bist, dann beziehst du in den ersten sechs Woche Lohnfortzahlung von deinem Arbeitgeber. Nach der Krankschreibung erhaltest du den sog. ''Gelben Zettel''.

Solltest du darüber hinaus noch immer krank sein, dann bekommst du das sogenannte Krankengeld von deiner Krankenkasse.

Wie viel Krankengeld du bekommst, haben wir in einem anderen Beitrag beschrieben.

Ursachen für Arbeitsunfähigkeit

Nach aktuellem Stand des Bundes, zählen vor allem Rückenschmerzen, Infektionen der Atemwege und psychische Erkrankungen zu den häufigsten Ursachen.

Nicht immer ist aber eine Erkrankung gleichzusetzen mit einer Arbeitsunfähigkeit. Eine Bürokraft könnte meist weiterhin mit einem gebrochenen Fuß arbeiten.

Arbeitsunfähigkeit per Definition

''Eine Arbeitsunfähigkeit liegt vor, wenn ein Arbeitnehmer seine zuletzt ausgeführte Tätigkeit aus Krankheitsgründen nicht mehr ausüben kann. Dabei bezieht sich die Freistellung immer auf die genaue Tätigkeit des Arbeitnehmers. Jemand, der an einem gebrochenen Bein leidet, wird eher krankgeschrieben, wenn er keine vorwiegend sitzende Tätigkeit ausübt und sich viel bewegen muss.''


Quelle: Anwalt.org

Lückenlose Krankschreibung notwendig

Wenn eine Person dauerhaft krank ist, so Bedarf es auch einer lückenlosen Krankschreibung. Arbeitnehmer sind hierfür verpflichtet. Das bedeutet, dass Arbeitnehmer durchgehend krankgeschrieben werden müssen auch an Feiertagen und Wochenende. Sonst kann es zu Nachteilen führen.

Unterschiede: Arbeitsunfähigkeit und Berufsunfähigkeit

Im ersten Moment mag sich die Definition von Arbeitsunfähigkeit und Berufsunfähigkeit gleich klingen, aber es gibt inhaltliche Feinheiten die es zu beachten gibt.

Der Begriff Arbeitsunfähigkeit, stammt von der Sozialversicherung also die Krankenkasse. Die Berufsunfähigkeitsversicherung, kommt bei einer Privaten Versicherung zu tragen. Nicht jeder der Arbeitsunfähig ist auch gleich Berufsunfähig. Um es einfach auszudrücken, die Arbeitsunfähigkeit ist kein dauerhafter Zustand.

Berufsunfähigkeitsversicherung Definition

Berufsunfähig ist, wer seinen zuletzt ausgeübten Beruf, so wie er ohne gesundheitliche Beeinträchtigung ausgestaltet war, infolge Krankheit, Körperverletzung oder mehr als altersentsprechendem Kräfteverfall ganz oder teilweise voraussichtlich auf Dauer nicht mehr ausüben kann.
Quelle: §172 Abs. 2 VVG

Bei der Definition zur BU wird von Dauerhaft gesprochen. Bei einer Arbeitsunfähigkeit besteht eine Aussicht auf Besserung.

Bei eintreten einer Berufsunfähigkeit, bezahlt die BU eine monatliche vereinbarte Rente. Ob nach einem Unfall oder eine Krankheit Besserung besteht ist ungewiss. Bei guten Berufsunfähigkeitsversicherung gibt es Leistung, sobald die BU für voraussichtlich länger als sechs Monate bestehen wird.
Eine Person muss nicht vollständig Berufsunfähig sein! Schon ab einem Berufsunfähigkeits-Grad von 50% erhaltet die versicherte Person volle Leistungen.

Arbeitsunfähigkeit in der Berufsunfähigkeitsversicherung

Wer sechs Monate Arbeitsunfähig geschrieben ist, gilt aber nicht automatisch als berufsunfähig. Auch bei längeren Krankheiten beispielsweise einem Bänderiss, kann eine vollständige Genesung in Aussicht gestellt werden.

Versicherer haben reagiert und bieten jetzt innerhalb einer Berufsunfähigkeitsversicherung auch Schutz bei Arbeitsunfähigkeit. Bei fast allen Arbeitsunfähigkeits-Klauseln muss der Versicherte mindestens sechs Monate krankgeschrieben sein. Manche Angebote unterscheiden sich zwischen der zeitlichen Dauer der Leistung. In der Regel bekommt die versicherte Person dann eine Rente von 18 bis 24 Monaten. 

Um Leistung aus der Arbeitsunfähigkeits-Klausel zu erhalten, muss die versicherte Person eine Krankschreibung mit Diagnose vom Arzt dem Versicherer vorlegen.

Inzwischen bieten Versicherer zahlreiche Tarife mit ''AU-Klausel'' oder ''Rente wegen Krankschreibung'' an.

Vorteile

  • Schnellere Leistung wegen Krankschreibung

  • Leistung auch wenn keine Berufsunfähigkeit vorliegt
  • Deckung der Versorgungslücke bei langer Arbeitsunfähigkeit (AU)
  • Zahlung in Höhe der vereinbarten BU-Rente

Unterschiede von Arbeitsunfähigkeit und Berufsunfähigkeit gegenüber der Erwerbsminderung

Die Abgrenzung zur Erwerbsminderung fällt nicht so kompliziert aus. Eine Erwerbsminderung liegt dann vor, wenn überhaupt kein Beruf mehr ausgeübt werden kann. Meist wird von Erwerbsunfähigkeit gesprochen. Korrekt ist es aber Erwerbsminderung. Sie tritt in vollem Umgang ein, wenn die versicherte Person weniger als drei Stunden am Tag einer wirtschaftlichen Tätigkeit nachgehen kann. Eine teilweise Erwerbsminderung liegt vor, wenn nur noch sechs Stunden gearbeitet werden kann. Die soziale Zumutbarkeit wird außer acht gelassen.

Versicherungsmakler

Was macht eigentlich ein Versicherungsmakler?

Wir werden immer noch sehr oft danach gefragt, was den ein Versicherungsmakler eigentlich macht.

Die Aufgaben eines Versicherungsmakler sind umfänglich aber beschränken sich auf ein paar wichtige Aufgaben.

Wir erläutern auch im folgenden Beitrag, was ein Versicherungsmakler macht und wo die Unterschiede zum Versicherungstreters liegen.

Ein Versicherungsmakler ist per gesetzt als sog. ''Sachverwalter des Kunden'' beschrieben. Er arbeitet also in erster Linie für den Kunden.

So steht das auch im Versicherungsvertragsgesetz:

''(3) 1Versicherungsmakler im Sinn dieses Gesetzes ist, wer gewerbsmäßig für den Auftraggeber die Vermittlung oder den Abschluss von Versicherungsverträgen übernimmt, ohne von einem Versicherer oder von einem Versicherungsvertreter damit betraut zu sein. 2Als Versicherungsmakler gilt, wer gegenüber dem Versicherungsnehmer den Anschein erweckt, er erbringe seine Leistungen als Versicherungsmakler nach Satz 1.''

 

Die Aufgaben sind u.a.:
- Liest sich durch kleingedrucktes
- Hat einen guten Marktüberblick
- Erstellt Angebote zu verschiedenen Produkten
- Hilft bei Antragstellung
- Ermittelt Bedarf
- Vermittelt Versicherungen

Das ist eine Übersicht darüber, was ein Versicherungsmakler macht. Jedoch gibt es auch bei Versicherungsmaklern Unterschiede. Das kann in der Marktpositionierung liegen oder auch durch Spezialisierungen auf verschiedene Bereiche. Beispielsweise gibt es Versicherungsmakler die ausschließlich nur Gewerbekunden betreuen und beraten.

Ein Versicherungsmakler arbeitet in der Regel mit allen ''Großen'' Versicherungsgesellschaften zusammen. Anderseits kann er auch auf Nischenanbieter zurückgreifen, die in Ihren Bereichen attraktive Angebote haben.

Wenn sich ein Kunde für einen Versicherungsmakler entschieden hat, kann eine Einigung beidseitig in einem Maklervertrag festgehalten werden. In einem Maklervertrag werden Rechte und Pflichten beider Parteien festgehalten. Beispielsweise könnte das die Verwaltung der bestehenden Versicherungen sein oder auch die Prüfung der Aktualität der Versicherungsverträge.

Wenn sich dann beide einig sind, beginnt der Versicherungsmakler per sofort.

Die Vergütung erfolgt meistens von der Versicherungsgesellschaft. Hierzu haben wir aber auch einen Blogbeitrag geschrieben:

Hier klicken

Die Unterschiede zwischen einem Versicherungsmakler und einem Versicherungsvertreters:

Der Versicherungsvertreter wird per Gesetz folgendermaßen beschrieben:

''(2) Versicherungsvertreter im Sinn dieses Gesetzes ist, wer von einem Versicherer oder einem Versicherungsvertreter damit betraut ist, gewerbsmäßig Versicherungsverträge zu vermitteln oder abzuschließen.''

Der Versicherungsvertreter vermittelt ausschließlich für eine Versicherungsgesellschaft. Demenstprechend kann der Versicherungsvertreter dann auch nur Produkte von der Versicherungsgesellschaft anbieten.

Fazit:

Wer für dich besser geeignet ist, musst du selbst entscheiden. Sowohl der Versicherungsvertreter als auch der Versicherungsmakler können für dich gute Produkte und Lösungen anbieten.
Die Grundlage zwischen einem Makler und Kunde sollte Vertrauen sein. Wir als Versicherungsmakler können dann auch, wenn ein Produkt nicht zu dir passt, auf andere Produkte ausweichen und dadurch eine größere Angebotsvielalt bieten.

Wir nehmen Teil: Initiative

BWV-13-007_Gut_beraten_logo_4c_RGB
89e1ba7adc2c8334

Kontakt

Pestalozzistr.3
76676 Graben-Neudorf

Tel: 07255 / 76 833 64

Fax: 07255 / 900 35 23

E-mail: kundenservice@vers-kompass.de

Copyright 2018 © Vers-Kompass